Symposium „Flucht. Vertreibung. Deportation.“ der Konrad-Adenauer-Stiftung und der Stiftung „Zentrum gegen Vertreibungen“

Am 9. Juni habe ich an einem Symposium der Konrad-Adenauer-Stiftung und der Stiftung „Zentrum gegen Vertreibungen“ zum Schicksal der Deutschen im Osten nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges teilgenommen. Die hochkarätig besetze Veranstaltung, die von unserem Fraktionsvorsitzenden Volker Kauder MdB eröffnet wurde, begann mit Vorträgen der Vorsitzenden der Stiftung „Zentrum gegen Vertreibungen“, Erika Steinbach MdB, und von Prof. Dr. Dr. Horst Möller vom Institut für Zeitgeschichte in München. Es folgte eine Podiumsdiskussion, bei der Erzbischof Dr. Robert Zollitsch, Milan Horáček, Freya Klier und Prof. Dr. Dr. Horst Möller, moderiert von Sven Felix Kellerhoff von der Tageszeitung „Die Welt“, über dieses Thema diskutierten. Die Beiträge und die anschließende Podiumsdiskussion waren stark von persönlichen Eindrücken geprägt. So berichtete unser Fraktionsvorsitzender Volker Kauder MdB von den schrecklichen Erfahrungen seiner Eltern, die als Deutsche vom Balkan vertrieben wurden. Erzbischof Robert Zollitsch teilte seine eigenen traumatischen Erlebnisse von der Flucht aus dem heutigen Serbien, bei der er unter anderem einen Bruder verlor. Außerdem waren viele weitere Zeitzeugen im Saal anwesend, die diese Schilderungen nur zu gut nachvollziehen konnten.

In meinem Schlusswort habe ich eindringlich gemahnt, dass genau diese Einzelschicksale nicht in Vergessenheit geraten dürfen. Auch mein Großvater wurde deportiert und die Folgen dieser Erfahrung waren deutlich im Familienleben zu spüren. Ich habe erneut betont, wofür der Bund der Vertriebenen seit Jahren einsteht: Historische Wahrheiten müssen in allen Facetten benannt werden. Dabei geht es nicht darum, das eine Leid am anderen zu messen oder gar zu relativieren, denn das ist nicht möglich. Es sollte unumstritten sein, dass man der ca. 2 Millionen deutschen Opfer der Vertreibung genau wie allen anderen zivilen Opfern gedenkt. Daran erinnern uns in Deutschland viele Museen, Mahnmäler wie die „Ewige Flamme“ in Berlin und selbst Straßennamen in fast jeder deutschen Stadt.

Ich danke der Konrad-Adenauer-Stiftung und der Stiftung „Zentrum gegen Vertreibungen“ sowie den anwesenden Gästen, die mit dieser Veranstaltung zur Erinnerung und Aufarbeitung dieses wichtigen Kapitels der gesamtdeutschen Geschichte beigetragen haben. Sie soll uns daran erinnern, dass wir Krieg und Gewalt verhindern müssen und Menschenrechte unteilbar sind.