Weiterentwicklung der Konzeption des §96 BVFG setzt wichtiges Zeichen für Nachhaltigkeit in der Kulturarbeit und Kulturförderung

Die gestern vom Kabinett verabschiedete Weiterentwicklung der Konzeption des §96 BVFG setzt ein wichtiges und deutliches Zeichen zum Erhalt des deutschen Kulturerbes aus den ehemaligen Siedlungsgebieten in Ost-, Mittelost- und Südosteuropa.
Ich freue mich besonders, dass die Selbstorganisationen der deutschen Heimatvertriebenen und Aussiedler wieder stärker eingebunden werden und deren gute Arbeit endlich wieder Anerkennung erfährt. Ihre eigenen Kultureinrichtungen wurden mit der Konzeption des Jahres 2000 zunehmend isoliert und von der Bundesförderung ausgeschlossen. Das breite Aufgabenspektrum zu Pflege, Erhalt und Weiterentwicklung dieses kulturellen Schatzes besonders auch der kulturellen Breitenarbeit konnte von den entsprechenden Verbänden so nur noch ungenügend erfüllt werden. Dieser kapitale Fehler konnte jetzt endlich rückgängig gemacht werden.
Die Kultur der deutschen Heimatvertriebenen ist unser aller kulturelles Erbe und Teil der gesamtdeutschen Geschichte. Deswegen hat der Gesetzgeber mit § 96 eine gesamtdeutsche Verpflichtung zum Erhalt und zur Weiterentwicklung dieses Erbes geschaffen, das nicht zur Disposition stehen darf.
Mit der heute beschlossenen Weiterentwicklung konnten bspw. dringend benötigte Kulturreferentenstellen wieder eingerichtet sowie einige große Museen wieder der Bundesförderung unterstellt werden. Das ist ein sehr wichtiges Signal und gibt der Kulturarbeit Rückhalt und Nachhaltigkeit.
Kulturarbeit und Kulturförderung verbinden. In einem vereinten Europa sind die jeweiligen Minderheiten wichtige Brückenbauer und Verständnisbilder zwischen den Nationen. Mit der heute beschlossenen Weiterentwicklung bekommt diese Art der Völkerverständigung wieder einen angemessenen Stellenwert.

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