Fabritius: Todesurteil gegen pakistanische Christin Asia Bibi nicht hinnehmbar

Das Hohe Gericht in Lahore hat am 16. Oktober 2014 das seit vier Jahren bestehende Todesurteil gegen die pakistanische Christin Asia Bibi bestätigt. Dazu erklärt der CSU-Bundestagsabgeordnete Dr. Bernd Fabritius, Mitglied im Ausschuss für Menschenrechte und Humanitäre Hilfe:

Das Todesurteil gegen Asia Bibi wegen angeblicher Gotteslästerung ist schweres Unrecht und nicht hinnehmbar. Die laut Menschenrechtsorganisationen ohne Beweise verurteilte pakistanische Christin muss umgehend freigelassen werden.

Das dem Urteil zugrunde liegende Blasphemiegesetz Pakistans darf nicht dazu genutzt werden um gegen religiöse und andere Minderheiten vorzugehen. Religionsfreiheit ist ein hohes Gut und universelles Menschenrecht. Auch in Pakistan darf niemand aufgrund seiner Religion verfolgt oder diskriminiert werden.

Asia Bibi hatte gegen das vor vier Jahren ergangene Urteil Berufung eingelegt. Das Hohe Gericht der Provinz Punjab lehnte nun ab und bestätigte somit das Todesurteil durch Erhängen. Während des Verfahrens stand das Hohe Gericht unter massivem Druck durch Islamisten. Die pakistanische Regierung darf nicht länger zulassen, dass religiöse Extremisten derartigen Einfluss auf Gerichtsverfahren ausüben.

Ich selbst werde mich weiterhin im Rahmen meiner über die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) eingegangenen Patenschaft für die Freilassung Asia Bibis einsetzen.

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