Fabritius: Sprachkompetenz für gesellschaftliche Inklusion unerlässlich! Muttersprache muss unangetastet bleiben

Zum CSU-Leitantrag, der die Förderung der Sprachkompetenz von Zuwanderern thematisiert, erklärt der CSU-Bundestagsabgeordnete Dr. Bernd Fabritius, der auch Präsident des BdV ist:

Die von der CSU in dem Leitantrag zum Parteitag 2014 geforderte Sprachkompetenz bei Zuwanderern ist für deren gesellschaftliche Integration unerlässlich. Sie soll neben der Muttersprache, die als wesentlicher Teil der eigenen kulturellen Identität unangetastet bleiben muss, erworben werden.

Es entspricht dem Werteverständnis der CSU, Traditionen, die eigene Kultur und damit auch die dazu gehörende Muttersprache zu pflegen. Das gilt selbstverständlich auch für Zuwanderer, die dauerhaft in Deutschland bleiben wollen.

Es ist aber genauso selbstverständlich, dass diese ausreichende Kompetenz in der Sprache erwerben müssen, die in dem Land ihrer Wahl gesprochen wird. Nur so können Zuwanderer sich in der Gesellschaft integrieren und Teil davon werden.

Wenn der Spracherwerb im Umfeld, im Freundeskreis oder am Arbeitsplatz nicht ausreichend gesichert ist, dann sollte er auch in der Familie gefördert werden. Das ist kein Angriff auf die Muttersprache. Die Landessprache kann und muss neben der eigenen Muttersprache erlernt werden.

Oft haben Kinder in zugewanderten Familien schneller deutsche Sprachkompetenz als deren Eltern, weil sie mit der Sprache des Landes schon in der Schule in Berührung kommen. Wenn diese Kinder dann stundenweise oder anlassbezogen die Landessprache auch mit den Eltern in der Familie üben, schadet das sicher keinem! Das haben auch deutsche Auswanderer erfahren, die in fremde Länder ausgewandert sind.

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