Fabritius: Erleichterung über Aussetzung des Todesurteils gegen Asia Bibi

Der CSU-Bundestagsabgeordnete Dr. Bernd Fabritius, Mitglied des Menschenrechtsausschusses und politischer Pate der wegen angeblicher „Blasphemie“ zum Tode verurteilten pakistanischen Christin Asia Bibi, erklärt zur Entscheidung des Obersten Gerichtshofs Pakistans, das Todesurteil auszusetzen:

„Die Aussetzung des Todesurteils gegen Asia Bibi durch den Obersten Gerichtshof Pakistans habe ich mit großer Erleichterung aufgenommen. Als letzte Instanz setzt das Gericht damit ein Zeichen für Religionsfreiheit und gegen den Missbrauch des umstrittenen „Blasphemiegesetzes“ sowie gegen die Verfolgung religiöser Minderheiten.

Die wegen angeblicher Gotteslästerung verurteilte pakistanische Christin sowie ihre Familie können nun wieder Hoffnung schöpfen. Die Tortur der fünffachen Mutter, die sich seit sechs Jahren in Haft befindet, ist jedoch noch nicht vorüber.

Auch im nun anstehenden Berufungsverfahren wird es entscheidend darauf ankommen, ob das Gericht dem starken Einfluss islamistischer Hardliner widerstehen kann und Asia Bibi ein faires Verfahren gewährt.“

Hintergrund:

In Pakistan verbietet das so genannte „Blasphemiegesetz“ unter Androhung der Todesstrafe abwertende Äußerungen über den Islam. Zwei Frauen beschuldigten Asia Bibi im Jahr 2009 der Blasphemie, woraufhin die fünffache Mutter wegen „Beleidigung des Islam“ zum Tod durch Erhängen verurteilt wurde. Der Oberste Gerichtshof Pakistans setzte die Vollstreckung des Urteils am Mittwoch aus und ließ ein Berufungsverfahren zu.

Im Rahmen des Patenschaftsprogramms der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) übernahm Fabritius 2014 eine politische Patenschaft für Asia Bibi.

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