Fabritius: Das Schicksal von Asia Bibi nicht vergessen!

Der CSU-Bundestagsabgeordnete Dr. Bernd Fabritius, Mitglied des Menschenrechtsausschusses und politischer Pate der wegen angeblicher „Blasphemie“ zum Tode verurteilten pakistanischen Christin Asia Bibi, erklärt zur Entscheidung der Stadt Paris, Asia Bibi zur Ehrenbürgerin zu ernennen:

„Das Schicksal der pakistanischen Christin Asia Bibi, die sich seit mehreren Jahren im Todestrakt befindet, darf nicht in Vergessenheit geraten. Wir müssen immer wieder auf die Situation der wegen angeblicher Gotteslästerung verurteilten fünffachen Mutter aufmerksam machen und weiterhin auf ihre Freilassung dringen.

Daher ist die Entscheidung der Stadt Paris, Asia Bibi zur Ehrenbürgerin zu ernennen, ein wichtiges Zeichen der Solidarität. Gerade nach den brutalen Anschlägen vom Januar setzt die Stadt damit ein deutliches Signal gegen den Missbrauch von Religion sowie gegen die Verfolgung religiöser Minderheiten.

Die pakistanische Regierung sollte sich einen Ruck geben und das umstrittene „Blasphemiegesetz“ ändern. Vor allem aber muss sie entschieden gegen den wachsenden Einfluss von Islamisten auf die Rechtsauslegung vorgehen, damit wenigstens das Oberste Gericht Pakistans als letzte Instanz zu einer fairen Entscheidung im Fall Asia Bibis gelangen kann.“

Hintergrund:

In Pakistan verbietet das so genannte „Blasphemiegesetz“ abwertende Äußerungen über den Islam unter Androhung der Todesstrafe. Zwei Frauen beschuldigten Asia Bibi im Jahr 2009 der Blasphemie, woraufhin die fünffache Mutter wegen „Beleidigung des Islam“ zum Tod durch Erhängen verurteilt wurde. Ihre Berufung gegen das Urteil lehnte das Hohe Gericht der Provinz Punjab (welches unter massivem Druck durch Islamisten stand) im Oktober 2014 ab und bestätigte somit das Todesurteil.

Im Rahmen des Patenschaftsprogramms der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) übernahm Fabritius 2014 eine politische Patenschaft für Asia Bibi.

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