Dinkelsbühl: Podiumsdiskussion „Menschen Heimat geben“

Dinkelsbühl: „Menschen Heimat geben“ Diskussion mit Dr. Bernd Fabritius, MdB, Bernd Posselt, MdEP und OB Dr. Christoph Hammer

Der CSU-Bundestagsabgeordnete Dr. Bernd Fabritius wird am Samstag, den 15. Februar 2014, ab 15 Uhr im Konzertsaal des Spitalhofes in Dinkelsbühl an der Podiumsdiskussion „Menschen Heimat geben“ teilnehmen. Gemeinsam mit Oberbürgermeister Dr. Christoph Hammer sowie dem Europaparlamentarier Bernd Posselt soll im Zuge der aktuellen Debatte „Heimat“ als politische Herausforderung behandelt werden.

Der Dinkelsbühler Oberbürgermeister Dr. Christoph Hammer steht seit langen Jahren einer Stadt vor, die eine große Tradition in der gastfreundlichen Aufnahme und Integration von Zuwanderern hat. In den letzten Jahrzehnten hat Dinkelsbühl sich in einer Weise als neue Heimat gerade auch für Vertriebene und Aussiedler bewährt. Dinkelsbühl ist Partnerstadt der Siebenbürger Sachsen und pflegt grenzüberschreitende Beziehungen zu Schäßburg (Sighisoara/Rumänien) und bietet auch den jährlichen Treffen der Siebenbürger Sachsen, des sudetendeutschen Heimatkreises Mies-Pilsen sowie vielen anderen Ortsgemeinschaften einen gastfreundlichen Rahmen.

Die Respektierung ihrer Menschen- und Volksgruppenrechte ist eine wichtige Voraussetzung dafür, dass Menschen sich heimisch fühlen können. Im Europa-Parlament ist Bernd Posselt einer der engagiertesten Kämpfer für die Einhaltung dieser Rechte in Europa und überall auf der Welt. Als Sprecher der Sudetendeutschen vertritt er eine Volksgruppe, die nach 1945 gewaltsam ihrer Heimat beraubt worden ist und in einer fremden Umgebung neue Wurzeln geschlagen hat.

Fabritius selbst ist Vizepräsident des Bundes der Vertriebenen (BdV) und Vorsitzender der weltweiten Föderation der Siebenbürger Sachsen. Er hat sich – wie der größte Teil der deutschen Minderheit in Rumänien – in den 80er Jahren wegen der politisch und wirtschaftlich bedrückenden Situation unter dem Ceauşescu-Regime für die Aussiedlung nach Deutschland entschieden. Seine Erfahrungen sowohl aus den menschenverachtenden Verhältnissen im kommunistischen Rumänien als auch aus seiner Integration in Bayern bringt er nun als frisch gewählter Bundestagsabgeordneter und Delegierter im Europarat ein.

Auf allen Ebenen – von der Kommune über den Bund bis nach Europa – ist die Politik gefordert, den Rahmen so zu gestalten, dass Menschen in einer globalisierten Welt „Heimat“ erleben können. Darüber diskutieren die drei erfahrenen Politiker mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern.

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