Nutzungskonzept der Thomas-Mann-Villa in Los Angeles im Unterausschuss für Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik beraten

Heute wurde im Unterausschuss für Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik das Nutzungskonzept der Thomas-Mann-Villa in L.A. diskutiert. Als Sachverständige waren der Präsident der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, Prof. Dr. Heinrich Detering, der Vorstandsvorsitzende der Villa Aurora, Dr. Markus Klimmer und der Leiter des Feuilletons der Süddeutschen Zeitung Andrian Kreye geladen. Für die Bundesregierung berichtete Staatsministerin Prof. Dr. Maria Böhmer über den Fortgang des Projektes.


In dem Haus, in welchem Thomas Mann in den 40er Jahren aus dem Exil heraus gegen das Nazi-Regime anschrieb, soll zukünftig ein transatlantischer Debattenort entstehen. Die Gäste Manns in diesem Haus, von Einstein über Adorno bis Feuchtwanger, sowie die dort geführten Debatten über Demokratie und Freiheit sorgten für den Spitznamen „Weißes Haus des Exils“. Diesem Geist verpflichtet sollen zukünftige Stipendiaten von Los Angeles aus das transatlantische Verhältnis weiter denken. Die aktuellen Nachrichten aus den USA machen uns deutlich: Es gibt einfachere Zeiten für ein solches Projekt. Es gibt jedoch auch kaum wichtigere Zeiten, Orte des Dialogs zu schaffen.