Neujahrsempfang der CSU Weilheim

Am 22. Januar 2016 hatte ich die Ehre beim Neujahrsempfang der CSU Weilheim auf Einladung des Ortsvorsitzenden Frank Dittmann und der Fraktionsvorsitzenden Marion Lunz-Schmieder die Festrede zu halten. In dem mit etwa 180 Gästen bis zum letzten Stehplatz gefüllten Festsaal des Begegnungszentrums waren auch zahlreiche Ehrengäste anwesend, darunter Bundesminister und Kreisvorsitzender Alexander Dobrindt MdB, Landtagsabgeordneter Harald Kühn MdL, Landrätin Andrea Jochner-Weiß und Bezirksrätin Alexandra Bertl.

In meiner Rede konnte ich auf die Vielschichtigkeit der aktuellen Flüchtlings- und Asylthematik eingehen. Als Präsident des Bundes der Vertriebenen habe ich versichert, dass die Vertriebenen und Spätaussiedler das menschliche Leid und die Tragödie von Flucht und Vertreibung nur zu gut nachvollziehen können. Gleichzeitig muss man aber durchaus differenzieren, denn eine Vergleichbarkeit der Flüchtlingsproblematik von heute und daraus erwachsenden Integrationsherausforderungen mit Flucht und Vertreibung der Deutschen vor 70 Jahren und deren Aufnahme ist nicht gegeben. Die Heimatvertriebenen damals waren Binnenvertriebene im eignen Land – mit derselben Sprache, den gleichen Werten und meist dem gleichen christlichen Glauben.

Heute hingegen kommen alle Flüchtlinge aus völlig anderen Kulturen. Nicht nur für sie ist es schwerer, sich in unser Land zu integrieren, sondern auch für uns, die aufnehmende Gesellschaft, ist die Herausforderung wesentlich größer und in der aktuellen Entwicklung nicht zu bewältigen. Daher brauchen wir wie Österreich oder Schweden eine klare Begrenzung.

12573744_1059389077456699_8627930010579301280_nWichtig war mir zudem klarzustellen, dass wir auch weiterhin mit besonderer Empathie an der Seite der Menschen stehen, die schutzbedürftig sind. Wer um sein Leben fürchtet, muss bei uns Schutz finden können, weil dieses unserem christlichen Menschenbild entspricht. Wer unsere Werte ablehnt, wer kriminell handelt, wer sich nicht integrieren will, der muss Deutschland wieder verlassen. Ereignisse wie zu Sylvester in Köln dürfen sich nicht wiederholen.

Schließlich muss unser Ziel eine Integration dieser Menschen in unsere Gesellschaft unter Beachtung unseres Wertegefüges und vor allem unseres Grundgesetzes sein. Geschlechtergleichheit und Nichtdiskriminierung sind nur zwei Beispiele für Werte, die wir nicht preisgeben werden. Daher forderte ich eine klare Position zum Schutz unseres Wertekanons und unserer Identität, die nicht zur Disposition stehen darf. Deshalb braucht Deutschland, ja ganz Europa, ein Integrationskonzept, das der Tatsache Rechnung trägt, dass die überwältigende Mehrheit der Schutz suchenden Menschen dieser Tage aus der islamischen Welt kommt, aus Ländern mit anderen Rechts- und Wertesystemen. Hier stehen wir noch vor großen Herausforderungen, die es zu meistern gilt. Die Zeit der Andeutungen ist lange vorbei, wir brauchen klare Signale und konkrete Entscheidungen.

Ich danke den Weilheimer Freunden für die Einladung und die sehr differenzierten Anschlussdebatten!

Fotos: CSU Weilheim

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