Nach der Europawahl

Nach dem enttäuschenden Ergebnis, das die CSU bei der Europawahl am vergangenen Sonntag erzielt hat, steht jetzt die Analyse an. Bei aller notwendigen Selbstkritik, haben wir jedoch keine europapolitische 180-Grad-Wende nötig. Nötig ist eine Begradigung des Kurses ohne herum zu lavieren.

Unsere Vorschläge für eine bessere EU-Politik und eine bessere Europäische Union bleiben doch auch nach der Wahl richtig. Wir wollten und wollen eine andere Erweiterungspolitik, eine effizientere Kommission, eine andere Außen- und Sicherheitspolitik, ein wirtschaftlich nachhaltig starkes Europa mit einer gerechteren Verteilung der Mittel. Diese Ziele sollten wir jetzt nicht über Bord werfen, sondern weiterhin konstruktiv verfolgen. Eines muss jedoch deutlicher werden: Dass wir mit Leidenschaft und aus Begeisterung für und an Europa arbeiten und nie gegen Europa.

Dass nun auch der Münchner Europaabgeordnete Bernd Posselt dieses nur noch außerhalb des EU-Parlamentes tun kann, ist ein herber Verlust. Seine Erfahrung und sein gesamteuropäischer Sachverstand können kaum ersetzt werden.

Es heißt nun weiter mit Überzeugung und vereinten Kräften für ein besseres Europa zu arbeiten, hinter dem die CSU voll und ganz steht.