Festakt zur Erdeinbringung in das Kunstprojekt „Der Bevölkerung“

Heute habe ich mich an dem Kunstprojekt „Der Bevölkerung“ von Hans Haacke im Innenhof des Reichstagsgebäudes beteiligt. Bei diesem Projekt, das sich seit 1998 ständig weiterentwickelt und verändert, sind alle Bundestagsabgeordneten eingeladen, einen Zentner Erde aus ihrem Wahlkreis nach Berlin zu bringen und um die Leuchtbuchstaben, die die Wörter „Der Bevölkerung“ bilden, einzubringen. Die Pflanzen, die sich aus dieser Erde entwickeln, stellen somit eine einzigartige Mischung dar.

Da mein „Wahlkreis“ nicht geographisch bestimmt ist, sondern die Personengruppe der Vertriebenen, Aussiedler und Spätaussiedler umfasst, und auch meine Identität als Siebenbürger Sachse vielschichtig ist, habe ich verschiedene Erden ausgewählt. Enthalten war Erde aus meinem Garten in München, aus Waldkraiburg, dem Ort wo ich die ersten Tage in Deutschland erleben durfte, aus dem Schulhof der Brukentalschule in Hermannstadt, wo ich 1983 Abitur schreiben durfte, sowie aus der Kirchenburg in Agnetheln, in welcher ich 1965 getauft worden bin.

Es hat mich sehr gefreut, dass eine Abordnung der Siebenbürger Sachsen, im Rahmen einer BPA-Fahrt bei dem Festakt zu Einbringung der Erde dabei sein konnte. Noch mehr hat es mich gefreut, dass die Musikkapelle sowie die Tanz- und Trachtengruppe der Kreisgruppen der Siebenbürger Sachsen aus Landshut, aus Ingolstadt und aus Waldkraiburg, den kulturellen Teil des Festaktes gestaltet haben und extra dafür nach Berlin angereist sind.

Ich danke für die Grußworte des Vizepräsidenten des Deutschen Bundestages, Johannes Singhammer, des Beauftragten der Bundesregierung für Aussiedler und nationale Minderheiten, Hartmut Koschyk, des Kollegen Dr. Christoph Bergner als Vorsitzenden des DRF sowie des BdV-Vizepräsidenten Christian Knauer. Vielen Dank letztlich an alle Beteiligten, die diesen besonderen Tag mit uns gemeinsam begangen haben!