Fabritius besucht Deutschen Kinderschutzbund im Rahmen der „Aktion Rollentausch“

Der CSU-Bundestagsabgeordnete Dr. Bernd Fabritius hat im Rahmen der diesjährigen „Aktion Rollentausch“ einen umfassenden Einblick in die Arbeit des Deutschen Kinderschutzbundes erhalten.

In der Münchner Geschäftsstelle des DKSB-Landesverbandes Bayern informierte sich Fabritius bei dem Stellvertretenden Vorsitzenden Wilfried Griebel, der Pädagogischen Geschäftsführerin Margot Czekal und der Fachbereichsleiterin Elternkurse Manuela Beckmann beispielsweise über die vom DKSB durchgeführten Elternkurse „Starke Eltern – Starke Kinder®“. Mit diesem Angebot werden Eltern unterstützt, die ihre Erziehungskompetenzen stärken möchten und sich mit dem Thema intensiv auseinandersetzen. Darüber hinaus richten sich die Kurse auch an Eltern aus Migrationsfamilien, denen der Kulturunterschied zwischen ihrem Herkunftsland und Deutschland Probleme bereitet. So werden die Elternkurse nicht nur auf Deutsch, sondern auch in türkischer und russischer Sprache angeboten.

Fabritius regte an, solche Elternkurse auch für nach Deutschland übergesiedelte Russlanddeutsche anzubieten. „Da die sprachliche Kompetenz beim Deutschen Kinderschutzbund bereits vorhanden ist wäre es sinnvoll, dieses Angebot auch auf Aussiedler aus Russland auszuweiten“, so Fabritius, der im Bundestag Stellvertretender Vorsitzender der Gruppe der Vertriebenen, Aussiedler und deutschen Minderheiten ist.

Die Vertreter des DKSB bedauerten, dass die Finanzierung des Vereins heute zu großen Teilen auf Spenden beruht. „Leider sind die Zuwendungen aus Bußgeldern in Strafsachen durch Gerichte und Staatsanwaltschaften in der letzten Zeit stark zurückgegangen“, so Griebel.

Deshalb fordert Fabritius, es müsse überprüft werden, ob der Bayerische Landesverband künftig wieder stärker bei der Festsetzung von Auflagen in Strafsachen bedacht werden kann. „Immerhin leistet der Deutsche Kinderschutzbund eine perfekte Präventionsarbeit. Es wäre daher nur konsequent, wenn er von Bußgeldern profitieren würde, die durch Gerichte bei Straftaten verhängt werden“, so Fabritius.

Die Aktion Rollentausch wird federführend von der Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege in Bayern organisiert. Sie ermöglicht es Politikern sowie anderen Personen des öffentlichen Lebens für einige Zeit in sozialen Einrichtungen mitzuarbeiten und so einen direkten Einblick in deren Alltag zu gewinnen.