Expertengespräch in Hermannstadt

Am 19. September habe ich an einer Podiumsdiskussion zum Thema „Europa und die deutschen Minderheiten“ mit anschließender Pressekonferenz in Hermannstadt teilgenommen. Die vom Demokratischen Forum der Deutschen in Rumänien (DFDR) und der Konrad-Adenauer Stiftung (KAS) organisierte Veranstaltung begann mit einem Impulsreferat des Beauftragten der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Hartmut Koschyk MdB, es folgte das Podium mit dem hessischen Landtagspräsidenten, Norbert Kartmann MdL, dem DFDR-Abgeordneten, Ovidiu Ganţ MdP, dem Vorsitzende des DFDR, Dr. Paul-Jürgen Porr, dem Leiter KAS-Büros in Bukarest, Sven-Joachim Irmer und mir.

Bei der Diskussion wurden unter anderem die positiven und negativen Gesichtspunkte der Situation aller Minderheiten in Rumänien erörtert sowie der Fokus speziell auf die deutsche Minderheit gesetzt. Schließlich wurde die Lage von Minderheiten aus dem europäischen Blickwinkel betrachtet und darüber gesprochen, was in diesem Bereich verbessert werden könnte. In Rumänien gibt es ein Minderheitenrecht, das Vorbildcharakter für die anderen europäischen Länder haben kann, wobei die Umsetzung oft mangelhaft ist. Es fehlen Ansätze z.B. zur Verbesserung der Lehrerbildung und Lehrerbindung für muttersprachlichen Unterricht.

Weiterhin war natürlich die Kandidatur des Oberbürgermeisters von Hermannstadt, Klaus Johannis, für das Präsidentschaftsamt in Rumänien ein Thema, das die anwesenden Journalisten immer wieder ansprachen. Alle Podiumsteilnehmer begrüßten die Kandidatur eines für Rechtsstaatlichkeit und Korruptionsbekämpfung stehenden Realpolitikers, da sie im Falle einer Wahl Johannis` das Land Rumänien auf ein anderes Niveau der Wahrnehmung in Europa heben würde.