Delegationsreise nach Argentien und Mexiko

Vom 02. bis 07. Juni haben ich und meine Bundestagskollegen Claudia Roth (Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages), Niels Annen (Außenpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion), Heike Hänsel (Stllv. Vorsitzende der Linksfraktion) sowie eine vielköpfige Kulturdelegation (u.a. der Präsident des Goethe-Instituts Prof. Dr. Klaus-Dieter Lehman und der Intendant der Deutschen Welle Peter Limbourg) Außenminister Frank-Walter Steinmeier auf eine Reise nach Argentinien und Mexiko begleitet.

In Buenos Aires sprachen wir unter anderem mit den Ministern für Bildung und Wissenschaft Argentiniens. Ich habe die besten Grüße des zuständigen Unterausschusses für Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik (AKBP) des Deutschen Bundestages überbracht. Die AKBP ist eine der wesentlichen Säulen der Diplomatie, weil sie die Zivilgesellschaften erreicht. Austausch in den Bereichen Kultur und Bildung ist dabei der Schlüssel zu gegenseitigem Verständnis und damit ein wichtiger Beitrag zu Frieden und Entwicklung. Ich habe daher den Mittlern und Partnern für ihren Beitrag gedankt und alle Teilnehmer zum Mitmachen aufgerufen.

Ein (auch bewegender) Höhepunkt der Reise war der Besuch bei der Gedenkstätte für die Opfer der Militärdiktatur in Argentinien. Im Gespräch mit Vertretern der Opferverbände wurden uns die Gräueltaten eindrücklich geschildert und auch die Folgen für die Überlebenden und die Angehörigen der Opfer dargelegt.

13335833_1212722975414005_2181127914330225277_nIn Mexiko stand die Eröffnung des dortigen Deutschlandjahres mit einem Konzert des Bundesjugendorchesters auf dem Programm. In über 120 Projekten mit rund 1.000 Einzelveranstaltungen soll das Land in all seinen Facetten dem mexikanischen Publikum präsentiert werden.

In Rahmen eines Gedankenaustauschs mit Vertretern aus Kunst, Kultur und Bildung wurde leider von einer zunehmend angespannten Menschenrechtssituation aber auch von einer kreativen und lebendigen Kunstszene in Mexiko gesprochen. Zuvor besuchten wir eine Flüchtlingsunterkunft, in denen Opfer organisierter Kriminalität, meist aus Honduras oder El Salvador, Zuflucht erhalten. Wer in diesen Ländern nicht nach der Pfeife der Drogenkartelle tanzt, muss fliehen.

Ein persönlicher Höhepunkt war der Besuch in einer der drei deutschen Auslandsschulen in Mexiko-Stadt. Im Humboldt-Zentrum wird vom Kindergarten bis zum Abi tolle Arbeit geleistet.